16.08.2017

Erntezeit in vollem Gange

Die Entwicklung der Landwirtschaft als Grundlage unserer Ernährung

Die Geschichte der Landwirtschaft beginnt mit dem sesshaftwerden der Menschen und dem Übergang vom Leben als Jäger und Sammler zu dem des Ackerbauern und Viehzüchters.
Durch den gezielten Anbau von Wildgetreide und Wildgemüse konzentrierte sich der Anbau auch auf ein bestimmtes Gebiet. Eine gezielte Auslese starker Samen und die gezielte Zucht ließen über Jahrhunderte immer neue, ertragreichere Sorten mit größeren Körnern und höherer Kornanzahl entstehen. Ebenso entstanden damit resistentere Sorten für die Gegebenheiten der Region. Allerdings wurde auch jahrein jahraus das Gleiche angebaut.
Im 8. Jahrhundert setzte sich dann die Dreifelderwirtschaft durch, das heißt, dass die Bauern im jährlichen Wechsel ihre Felder mit Sommer- oder Winterfrucht bestellten, im zweiten Jahr als Weideland für ihre Tiere nutzten und im dritten Jahr zur Regeneration des Bodens die Flächen brachliegen ließen. Die Bauern waren in dieser Zeit fast ausschließlich Selbstversorger.
Im 16. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde die Dreifelderwirtschaft nach und nach durch einen kontinuierlichen Fruchtwechsel ersetzt. Damit erzielte man zwar höhere Erträge, jedoch hatten die Böden keine Regenerationsphase mehr. Mit Erfindung des Mineraldüngers konnten fehlende Nährstoffe im Boden schließlich ersetzt werden. Durch den zusätzlichen Einsatz von organischem Dünger wie Gülle und Mist, konnten die Bauern ihre Felder nun jedes Jahr bestellen und die Ernteerträge weiter deutlich erhöhen. Aber - das Alles auch auf Kosten der Umwelt.
Durch die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die gezielte Zucht von Tieren zur Fleisch- oder Milchproduktion konnten die Erträge auch weiterhin immer mehr gesteigert werden. Von Hand und mit herkömmlichen traditionellen Methoden nicht mehr zu bewältigen. Mittlerweile übernehmen fast ausschließlich Maschinen die gesamte Arbeit in der Land- und Viehwirtschaft - von der Aussaat bis zur Ernte, vom Füttern bis zum Melken.

Der nächste Schritt in der Modernisierung und zur Ertragssteigerung ist die Verwendung von gentechnisch verändertem Saatgut. Kommt dann auch das gentechnisch veränderte Vieh in die Ställe und auf unsere Teller?
Langzeitstudien für den Verzehr von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln gibt es bislang noch nicht. Die Frage ist doch aber: Will der Verbraucher das alles in Kauf nehmen, nur um zu jeder Zeit einen Überfluss an Lebensmitteln geboten zu bekommen?

Wir sind was wir Essen - Essen wir wieder bewusster.

Ein gesunder Respekt vor der Natur hilft uns, diese in ihrer Einzigartigkeit zu erhalten.

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