08.06.2017

Esskultur - vielfältig und facettenreich

Europa und die Welt - Esskultur ist nicht gleich Esskultur

Ganz gleich, ob die Kochkunst der französischen Haute Cuisine oder das klassische amerikanische Barbecue, Essen ist nicht nur die reine Nahrungsaufnahme. Essen steht auch für die Kultur, welche von den Menschen auf der ganzen Welt gelebt wird und sich über Jahrtausende zu dem entwickelt hat, was sie heute ist.

Diese Kultur ist geprägt von traditionellen Zutaten, Aromen, Zubereitungstechniken sowie Essgewohnheiten und Ritualen. Darüber hinaus hatten und haben auch die Geographie, die Geschichte, Religion und soziale Gegebenheiten großen Einfluss auf die unterschiedliche Entwicklung der Esskulturen weltweit.

Aber auch der Mensch hat sich durch die lokalen Gegebenheiten unterschiedlich entwickelt. Ob die Nähe zum Meer oder die örtlichen Temperaturen - es haben sich notgedrungen Essgewohnheiten entwickelt, die den Organismus der Menschen in den einzelnen Regionen der Erde beeinflusst und angepasst haben. So kann beispielsweise ein typischer Mitteleuropäer nicht problemlos die Mengen an Fisch konsumieren, wie z.B. die Einwohner aus Taiwan. Die größeren Mengen an Eiweiß kann unser Organismus nicht einfach so verarbeiten, sondern muss durch Nahrungsergänzung /Medikamente unterstützt werden. Dass überschüssige Eiweiß muss also durch Zusatzstoffe zum "Abbau gezwungen werden". Andererseits ist unser mitteleuropäisches Verdauungssystem ja auch das eines Allesfressers bzw. wurde im Laufe der Jahrtausende zu diesem.

Vegetarische und vegane Ernährung erfreut sich immer mehr an Beliebtheit. Ob nun die gesunde Ernährung als Grund hergenommen wird oder man einfach dazu gehören möchte - ein wahrer Hype ist entstanden. Theoretisch ist das ja auch gesund. Wenn unser Organismus daran gewöhnt wäre.

In den Jahrhunderten des übermäßigen Fleischverzehrs hat sich unser Verdauungssystem verändert. Auch wenn unsere Urvorfahren Vegetarier waren, heute ist eine gesunde Ernährung als Vegetarier oder gar Veganer ohne Nahrungsergänzungsmittel fast unmöglich. Mangelerscheinungen muss durch Zusatzstoffe entgegengewirkt werden. Unser Körper hat es teilweise verlernt, bestimmte Stoffe selbst zu bilden bzw. war auch noch nie dazu in der Lage. Es war ja auch nicht notwendig. Dazu gehören u.a. einige lebenswichtige Aminosäuren. Zudem wurden die angebotenen Lebensmittel durch Züchtungen so verändert, dass die wichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente und Aminosäuren aus den Urformen nur noch in geringen Mengen oder auch gar nicht mehr enthalten sind. Man müsste demnach beispielsweise täglich Reis und Hülsenfrüchte kiloweise verzehren, um noch die erforderliche Menge an wichtigen Inhaltsstoffen zu sich zu nehmen.

Esskultur und deren Entwicklung ist vielfältig und interessant. Freuen Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, in unserem Exkurs durch die Geschichte, immer wieder Neues zu erfahren. In den nächsten Wochen und Monaten gibt es hier jede Menge Wissenswertes.

euer Team marcellinos

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