Alles begann mit einem kleinen, roten Notizbuch. Immer wenn Marcellino Hudalla hungrig war, fielen ihm nur die ewig gleichen drei Restaurants ein.
Wie langweilig! Das Notizbuch war die Lösung: Hier notierte Marcellino nach jedem Besuch eines neuen Restaurants sein kritisches Urteil.
Schnell wurde er ein gefragter Tipp-Geber. Alle wollten eine Kopie. Frei nach dem Motto "Nichts ist umsonst" hatte Marcellino eine folgenreiche Idee:
Für jede Kopie verlangte er sieben kritische Tipps.
Doch was machen mit dieser Fülle an Restaurant-Tests? Die Antwort fand sich 1987:
"Marcellino's Restaurant Report Düsseldorf 1988" war erfunden. "Gäste sagen, wie es wirklich is(s)t" wurde gedruckte Realität.
Heute gilt mehr denn je: Die Gäste-Tests sind die Grundlage der jährlich erscheinenden 20 Ausgaben "Marcellino's Restaurant Report".
Die Namensgeschichte
Und woher kommt der Name Marcellino's? 1957 erzählte ein italienischer Gastwirt der Familie Hudalla eine Geschichte. Beim Anblick des kleinen
Marcellus (benannt nach dem gleichnamigen Krieger) war der Wirt erstaunt.
Dieser Junge war doch kein Krieger - eher ein "Marcellino", wie aus der Geschichte "Marcellino pane e vino".
So erzählte der Wirt von dem Findelkind Marcellino, das vor vielen Jahren in einem italienischen Kloster aufgezogen wurde.
Marcellino fand unter dem Dachboden einen Mann, der schrecklich hungrig und durstig aussah - Jesus Christus am Kreuz.
Marcellino stibitzte aus der Küche Brot und Wein für seinen neuen Freund.
Und so war für Marcellino Hudalla ein Beruf, der etwas mit Essen & Trinken zu tun hat, einfach vorbestimmt. Doch dass der kleine Marcellino Namensgeber für den erfolgreichsten deutschen Restaurant Report
werden sollte, ahnte damals keiner.